Pressebriefing
Montagssachen – Begegnung durch gemeinsames Zeichnen · Stand Oktober 2026
Kurzfassung zur freien Verwendung
Montagssachen ist ein Kunst- und Sozialprojekt von David Rader aus Alberschwende (Vorarlberg). Mit dem surrealistischen Zeichenspiel Cadavre Exquis bringt er Menschen zusammen, die sich sonst kaum begegnen würden – auf Reisen rund um die Welt, in Schulen, Sozialeinrichtungen, auf Festivals und im öffentlichen Raum.
Seit 2023 haben über 500 Menschen mitgezeichnet; über 600 Zeichnungen sind entstanden. Das Werk ist die Begegnung, die Zeichnungen sind ihre Protokolle.
Auf einen Blick
- Projekt
- Montagssachen – Kunst- und Sozialprojekt
- Initiator
- David Rader, Künstler, Alberschwende (Vorarlberg)
- Seit
- 2023
- Methode
- Zeichenspiel Cadavre Exquis (Surrealismus, 1920er-Jahre)
- Beteiligte
- über 500 Menschen
- Zeichnungen
- über 600, alle digitalisiert und archiviert
- Formate
- Ausstellungen, mobile Zeichenwand, Mitmach-Ausstellungen, Workshops
- Orte
- Überall auf der Welt
Das Spiel
Das Spiel braucht kein Talent, kein Vorwissen und keine gemeinsame Sprache. Weil niemand das Ganze sieht, gibt es kein Richtig und kein Falsch. So entsteht etwas, das keiner allein hätte erfinden können – und dazu das gemeinsame Lachen beim Aufklappen.
Die Idee
Montagssachen versteht Kunst als Gesellschaftsprojekt. Im Mittelpunkt steht nicht das fertige Bild, sondern das Dazwischen: der scheue Blick zum Gegenüber, das gemeinsame Lachen, das Vertrauen, das man Fremden schenkt. Das Projekt schafft Räume für Begegnung auf Augenhöhe – als Gegenpol zu Isolation, digitaler Distanz und Polarisierung.
David Rader geht dafür aktiv auf Menschen zu, zeichnet meistens selbst mit und holt vor jeder Verwendung das Einverständnis der Mitzeichnenden ein. Einzelne Zeichnungen und Drucke werden verkauft; die Erlöse fließen zurück ins Projekt.
Wie es begann
Montagssachen entstand 2023 aus der Freude am gemeinsamen Zeichnen mit Freunden. Den Namen gab ein Satz beim Zeichnen: „Das sind doch Montagsmännchen.“
Seither ist das Spiel immer dabei: auf Reisen überall auf der Welt, auf Festivals, in sozialen Einrichtungen. Weil es keine gemeinsame Sprache braucht, wird es zum Türöffner – David Rader geht aktiv auf Fremde zu und kommt über das Zeichnen ins Gespräch, ohne erst einen Grund dafür erfinden zu müssen.
Formate und Stationen Auswahl
| Format | Beschreibung |
|---|---|
| Linien der Begegnung | Ausstellung mit wechselnder Auswahl aus dem Archiv. Mesmers Stall, Alberschwende (18.–26. April 2026, 200 Zeichnungen, mit Konzert, Kleidertausch und Silent Dinner); Kunstbräu Herbstausstellung, Bahnhof Andelsbuch (1.–11. Oktober 2026, 180 Zeichnungen). |
| Wand der Begegnung | Von David Rader entworfene, mobile Zeichenwand für den öffentlichen Raum. Saintwhoo Music & Art Festival, Schloss Wartensee (CH): 120 Zeichnungen in zwei Tagen. Außerdem am Kornmarktplatz Bregenz und beim Käseklatsch Alberschwende. |
| Stimmungsbilder | Mitmach-Ausstellung als „Stadtwohnzimmer“ in Bregenz (9.–15. August 2026): Alle zeichnen, was sie gerade fühlen – 126 Zeichnungen. Seither als Wanderausstellung in Lokalen unterwegs. |
| Vom Ich zum Wir | Kreativworkshop für Schulen, erstmals an der Mittelschule Alberschwende: In sechs Einheiten entwickeln Jugendliche aus gemeinsamen Figuren eigene Charaktere. Zum Abschluss laden sie als Gastgeber:innen die ganze Schule an die Wand der Begegnung ein. |
| Soziale Einrichtungen | Zeichnen mit Bewohner:innen des Sozialzentrums Egg (im Rahmen des Kunstbräu Award 2026); Kreativ- und Siebdruckworkshop mit pro mente Vorarlberg in Dornbirn. |
| Linien durch Mauern | Pilotprojekt in der Justizanstalt Feldkirch (Oktober 2026) mit 15 Teilnehmenden – Zeichnen dort, wo Begegnung am schwersten ist. |
Über David Rader
David Rader lebt in Alberschwende im Bregenzerwald und arbeitet als Künstler und Gestalter. Ohne akademische Kunstausbildung hat er Montagssachen von einem Spiel unter Freunden zu einem Projekt entwickelt, das Schulen, Sozialeinrichtungen, Festivals und Ausstellungsräume verbindet. Er konzipiert die Formate, baut die Zeichenwände, kuratiert die Ausstellungen und leitet die Workshops selbst.
Ausblick
- Gründung eines Vereins, um das Projekt auf eine dauerhafte Basis zu stellen
- Eine jährliche Tour durch Österreich – Justizanstalten, Sozialzentren, Schulen – mit anschließender Tourausstellung
- Ein Workshop-Set, mit dem Lehrkräfte das Spiel selbst im Unterricht einsetzen können
- Langfristig: alle entstandenen Zeichnungen gemeinsam in einer großen Ausstellung zeigen
Pressekontakt Bildmaterial und Interviews auf Anfrage
- Name
- David Rader
- Tel
- +43 681 8157 8521
- david0rader@gmail.com
- @montagssachenn
- Ort
- Alberschwende, Vorarlberg